Teste zunächst kleine Stellen, denn unter sprödem Lack ruhen oft lebendige Maserungen. Verwende Schaber, Ziehklingen und sanfte Mittel, arbeite langsam und staubarm. Hitze nur kontrolliert einsetzen, Dämpfe lüften. Lasse Kanten mit Gebrauchsspuren stehen, damit Konturen erzählen können. Ziel ist Klarheit, nicht Sterilität, und ein tragfähiger Untergrund für die kommende, respektvolle Veredelung.
Eiche, Kiefer oder Buche verhalten sich unterschiedlich bei Druck, Feuchte und Temperatur. Erkenne Faserrichtung, Jahresringe, Leimfugen, alte Zapfenverbindungen. Prüfe Wackler schrittweise, markiere Bewegungen, plane reversible Reparaturen mit passenden Leimen und Keilen. Stabilität schützt Erinnerungen, denn nur ein sicheres Möbel begleitet Alltagsszenen zuverlässig, ohne dabei die erzählerischen Spuren zu übertönen.
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